Marielies Riebesel (1934-2015)
Neu in der Werk-Datenbank (1/15): Marielies Riebesel (https://werkdatenbank.bbk-sachsenanhalt.de/index.php?pn=person&id=15)
Das Kulturwerk des BBK Sachsen-Anhalt zeigte bereits 2016 in Zusammenarbeit mit Bettina Riebesel und Helmut Brade eine große Personalausstellung der Textilkünstlerin Marielies Riebesel (1934-2015) in den Räumen der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, in deren Kontext auch eine Publikation erschien, die einen guten Überblick über ihr Œuvre bietet (Marielies Riebesel – Textil, hg. von Bettina Riebesel, Halle (Saale): Hasenverlag, 2016). Ein Workshop für Künstler*innen zum Thema „Testament“ stieß im Rahmenprogramm der Ausstellung auf großes Interesse. Darüber hinaus war die Ausstellung – ergänzt um die Präsentation einer herausragenden Werkgruppe Riebesels im Kunstmuseum Moritzburg – Teil des „Textilen Herbstes“ in Halle (Saale) 2016.
Im Sommer 1953 begann Marielies Riebesel an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Kurt Bunge Malerei zu studieren, um kurze Zeit später in die von Willi Sitte und Irmgard Glauche eröffnete Klasse für Bildteppichgestaltung zu wechseln, bis sie in ihrem Fach schließlich diplomierte. Vier Jahre lang arbeitete sie in der neu gegründeten halleschen Textil- und Gobelinmanufaktur, bevor sie ab 1965 als freischaffende Künstlerin zahlreiche Aufträge zur öffentlichen Raumgestaltung erhielt, zum Beispiel für den Berliner Palast der Republik oder für monumentale Bühnenvorhänge hallescher Kulturhäuser wie dem Volkspark und dem Klubhaus der Gewerkschaften. Sie war Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR wie später auch des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt.
Die Verzeichnisse „Grafik“, „Malerei“, „Textil“ und „Zeichnung“ der Künstlerin Marielies Riebesel wurden erstellt von Sven Pabstmann, Halle (Saale), und ergänzt von Isabell Schmock-Wieczorek, Leipzig. Erfasst wurden in Zusammenarbeit mit der Tochter der verstorbenen Künstlerin, Bettina Riebesel, insgesamt 109 Werke aus dem Besitz des Landes Sachsen-Anhalt, dem Grassimuseum Leipzig, dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg, der Burg Giebichenstein, dem Kunstgewerbemuseum Berlin, dem Land Brandenburg, dem Stadtmuseum Halle sowie aus Privatbesitz. Die Sichtung des Werkes erfolgte primär anhand fotografischer Aufnahmen sowie einer Datenbankliste des Stadtmuseums Halle, das 2015 einen Teilnachlass der Künstlerin übernommen hatte. Bei der Auswahl der Werke wurde darauf geachtet, repräsentative Werke der verschiedenen künstlerischen Medien aufzunehmen. Auch sind zusammenhängende Werkreihen und divers bearbeitete Themenkreise berücksichtigt, um einen multiperspektivischen Blick auf das Schaffen der Künstlerin zu gewährleisten.
Marielies Riebesel: Zu Dritt, 2001
Tempera auf Papier, 69 x 70 cm (Bildausschnitt)
Edition: Einzelstück
Objektbeschreibung: gerahmt, im Passepartout; drei aufrecht stehende und die ganze Bildhöhe einnehmende Figuren in frontaler Darstellung (jeweils in grün, rot und blau gehaltene Figuren), Bildfläche durch farbliche Ornamente strukturiert
Aktueller Standort: Stadtmuseum Halle (ehem. Schützenhaus Glaucha)
Aktuelle Inventarnummer: 15/1170/B 518
Aktuelle Präsentation: Depot
Zugangsjahr: 2015; Zugangsart: Schenkung; Voreigentümer: -2015 Bettina Riebesel; Bemerkungen zur Provenienz: Werke nach dem Tod der Künstlerin Marielies Riebesel (1934-2015) im Besitz der Tochter Bettina Riebesel
Nachlassbestand: ja
Zustand: gut
Foto: Joerg Lipskoch
Link: https://werkdatenbank.bbk-sachsenanhalt.de/index.php?pn=item&id=3456

