Renée Reichenbach (*1956)

Neu in der Werk-Datenbank 14/15: Renée Reichenbach (https://werkdatenbank.bbk-sachsenanhalt.de/index.php?pn=person&id=28)

Renée Reichenbach (*1956) ist die jüngste der in die Werk-Datenbank neu aufgenommenen Künstler*innen. Ihre künstlerische Karriere ist von großem Erfolg geprägt, was sich unter anderem in der langen Liste von Preisen und Stipendien zeigt, oder auch an den Museen und Sammlungen, in denen ihre Werke vertreten sind. Die Kunsthistorikerin Kristina Bake wird im Wikipedia-Artikel zur Künstlerin, mit dem in der Werk-Datenbank übrigens alle Einträge verknüpft sind, folgendermaßen zitiert: „Kontinuität und Konsequenz kennzeichnen den Entstehungsprozess dieser Objekte ebenso wie Spontaneität und Freude an den Eigenheiten des Materials. Unerbittliche Selbstkritik, begleitet von seltener Sensibilität, ist ein besonderes Charakteristikum Renée Reichenbachs. Ihr Werk ist Ausdruck einer ungewöhnlichen künstlerischen Souveränität und Glaubwürdigkeit, die sich nicht von den immer rascher wechselnden Tendenzen des Kunstmarktes beirren lassen. Aus dieser Eigensinnigkeit der Künstlerin resultiert letztlich das Geheimnis der eleganten Einzigartigkeit ihrer Arbeiten.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9e_Reichenbach)

Renée Reichenbach absolvierte nach ihrem Abitur ein Praktikum im Töpferhof Römhild. Danach studierte sie in Halle (Saale) an der Burg Giebichenstein von 1975 bis 1980 bei Gertraud Möhwald und Martin Wetzel. Sie schloss ihr Studium mit dem Diplom ab. Es folgte eine zweijährige Aspirantur. Seit 1982 arbeitet sie freischaffend in Halle. Reichenbach erhielt 1997 den Bitterfelder Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt und 2010 den Kunstpreis der Stadt Halle (Saale) sowie folgende Stipendien: Arbeitstipendium des Kulturfonds der DDR (1990), Arbeitsstipendium des Landes Sachsen-Anhalt (1992), Stipendium der Peter Simessen Stiftung zu Förderung der keramischen Kunst, Ratzbek (2003), Stipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt (2008, 2014), Stipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Kloster Bergische Stiftung (2019). Arbeiten in öffentlichen Sammlungen und Museen national: Berlin, Staatliche Kunstsammlungen, Kunstgewerbemuseum, Keramikmuseum; Frechen, Keramion; Halle (Saale), Kunstmuseum Moritzburg, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt; Hamburg, Museum Kunst und Gewerbe; Höhr-Grenzhausen, Westerwaldmuseum; Karlsruhe, Badisches Landesmuseum; Land Sachsen-Anhalt, Kultusministerium; Magdeburg, Kunstmuseum Kloster unser lieben Frauen; Museen der Stadt Landshut, Sammlung Rudolf Strasser; Römhild, Schloss Glücksburg; Stuttgart, Württembergisches LandesmuseumLandshut, Staatliche Fachschule für Keramikgestaltung. Arbeiten in öffentlichen Sammlungen und Museen international: Bechyné, Tschesch. Republik, Alsovájihocesca Galeria; Resen, Republik Nordmazedonien, Ceramics Colony; Seto-City, Japan, Seto City Art Museum; Taipei, Taiwan, The National Taiwan Museum of Fine Arts; Arbeiten in Privatsammlungen: Berlin, Sammlung Barry und Thomas Mc Daniel; Berlin, Sammlung Thomas Breitwieser; Deidesheim, Stiftung Lotte Reimers; Lüneburg, Sammlung Elisabeth Sonntag; Ratzbeck, Peter Siemssen Stiftung zur Förderung der Keramischen Kunst; Schiffweiler, Sammlung Hannelore Seiffert; Philadelphia, USA, Sammlung Helen Drutt. Weitere Informationen: www.renee-reichenbach.de.

Das Verzeichnis der Keramik von Renée Reichenbach wurde erstellt von Oliver Müller, Halle (Saale). Gemeinsam mit der Künstlerin und auf der Basis kunstwissenschaftlicher Quellen wählte er einen Kernbestand von 45 Werken aus. Dabei legten die beiden Wert darauf, einen repräsentativen Überblick über ihr Œuvre zu geben, wesentliche Schlüsselwerke und Werkbeispiele zu zeigen, in denen sich für die Künstlerin wesentliche ästhetische, formale und inhaltliche Fragestellungen, Aushandlungen und Entwicklungen widerspiegeln, eine Ausgewogenheit zwischen Werken in öffentlichem und Privatbesitz herzustellen und insgesamt eine stimmige Gesamtkomposition für die Werk-Datenbank zu erzielen. Dabei konnte auf das gut sortierte Archiv der Künstlerin zurückgegriffen werden.

Beispiel aus der Werk-Datenbank (https://werkdatenbank.bbk-sachsenanhalt.de/index.php?pn=item&id=4526):

Renée Reichenbach: Fischmesser, 2019

Bestand: Reichenbach, Renée [Keramik]; Werkverzeichnis-Nr.: K 044
Person(en) / Rolle: Reichenbach, Renée
Objekttyp: Skulptur; Teil der Werkgruppe: Fischmesser
Datierung durch Künstler/in: 2018
Technik / Material (Freitext): Keramik, schamottierter Ton, Intarsien aus farbigen Tonen, weißem oder eingefärbtem Porzellan, dünne, graue oder weiße Porzellanengobe, Glasuren, Silber, Gold.
Maße (HxBxT): Länge: 77,73,76cm
Edition: Einzelstück
Kernbestand: ja: Eigener Bestand: ja; Zustand: gut
Foto: Reinhard Hentze, 2018